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Update 12. Januar 2020

Die Sternsinger waren unterwegs

Sinn, 28. Dezember 2019, 4. und 12. Januar 2020 - (UH) Ganz im Sinne der fast schon sprichwörtlichen, guten ökumenischen Zusammenarbeit in Sinn führen wir gemeinsam mit unseren katholischen Brüdern und Schwestern das Sternsingen durch. Dazu trafen wir uns am 28. Dezember zunächst in der katholischen Kirche und gingen von dort los.

Bei blauem Himmel und eisiger Kälte waren wir alle dick eingepackt. Insgesamt klingelten wir an diesem Tag an 15 Haustüren und haben für 11 Leute gesungen.

Alle haben sich sehr über unseren Besuch gefreut und wir erhielten zum Dank auch die eine oder andere Gabe in Form von Plätzchen oder anderen Süßigkeiten. Eine Pause in der strahlenden Sonne tat uns allen gut und dann war auch unsere Zeit schon um. Unsere Füße waren müde und kalt und wir waren froh, wieder ins Warme zu kommen.

Wir danken allen, die dabei waren und den Menschen eine Freude bereiteten und dabei Spenden für die hilfsbedürftigen Kinder im Libanon gesammelt haben.

Am 4. Januar 2020 trafen wir uns dann wieder um 9:00 im katholischen Gemeindehaus. Diesmal waren noch zwei weitere Sternsingergruppen anwesend, die Menschen in Greifenstein besuchen wollten und sich gleichzeitig mit unserer Gruppe einkleideten. Unsere dritte Königin die liebe Johanna stieß etwas später zu unserer Gruppe, denn sie war gesundheitlich noch angeschlagen.

Auf unserer Tour klingelten wir diesmal an 19 Haustüren und haben den Menschen 14 mal gesungen. Alle hatten wieder ihre Aufgabe, zum Beispiel die Spendendose zu halten, den Info-Zettel zu übergeben, den Segen zu kleben oder zu schreiben...

Mit dem Bollerwagen waren wir wieder bestens ausgestattet. Wir hatten warme Getränke, Gebäck und Rohkost dabei und dazu einen Vorrat an Flyern und Segens-Aufklebern.

Überall waren wir willkommen, teilweise wurden wir bereits erwartet. Von einer Frau, die uns zufällig sah, wurden wir sogar angesprochen. sie holte dann noch eine Freundin hinzu, die gerade mit dem Auto angekommen war, um sie abzuholen.

Die letzte Haustüre war dann die der Familie Gerth, wo wir einkehrten und uns aufwärmen konnten. Schuhe, Kronen und Jacken türmten sich im Flur. Im gemütlich warmen Wohnzimmer verteilten wir dann die Süßigkeiten, die uns geschenkt wurden. Danach aßen wir noch gemeinsam. Es gab Nudeln mit Tomatensoße. Nur Johanna und ihre Mama verabschiedeten sich früher. Johanne verkündete stolz: "Heute ist der letzte Tag , an dem ich meine Medikamente nehmen muss.!"

Diese erste ökumenisch durchgeführte Sternsingeraktion in Sinn war ein voller Erfolg! Wir hatten viel Spaß und die Menschen im Dorf fanden es richtig gut und haben sich über unseren Besuch gefreut. Allen, die dabei waren und mitgeholfen haben ein ganz herzlicher Dank! Wir sehen uns beim nächsten Kindergottesdienst und erzählen dann allen anderen Kindern, die nicht dabei waren, wie toll es war!

Nähere Informationen  zum Thema "Sternsingen" und über das diesjährige Projekt "In Frieden aufwachsen - im Libanon und weltweit" finden Sie unter www.sternsinger.de - dort finden Sie auch Angaben zu den Spendenkonten und haben die Möglichkeit, die Aktion zu unterstützen.

Im Rahmen des Kindergottesdienstes haben wir unsere Kinder am 29. Dezember 2019 über das Leben im Libanon informiert. Näheres finden Sie im Artikel über unsere Kindergottesdienste in der Weihnachtszeit.

Am 12. Januar 2020 fand dann um 9:00 Uhr in der Katholischen Kirche in Sinn ein Abschlussgottesdienst der Sternsingeraktion statt. Rainer Herget hatte vier katholische Sternsinger aktiviert und von unseren waren zwei anwesend.

Gemeinsam mit Simon Schade und den Messdienern zogen wir in die Kirche ein und sangen gleich zu Beginn unser Sternsingerlied vor der ganzen Gemeinde und erhielten auch einen netten Applaus.

Alle Sternsinger nahmen danach in der ersten Reihe Platz und verfolgten den weiteren Gottesdienst. Für unsere Kinder war es sicher der erste vollständige "Erwachsenengottesdienst" und ganz sicher die erste katholische Messe.

Pfarrer Schade ging immer wieder auf die Kinder ein und mit ihnen auf Augenhöhe. So fragte er während der Predigt z. B., ob er sich ihren Stern einmal ausleihen darf. Das Thema "Das Kleine nicht übersehen" klang unserem Adventsthema im Kindergottesdienst "Im Kleinen das Große sehen" sehr ähnlich.

Während der Eucharistiefeier wurden die Sternsingerkinder als erste nach vorne gebeten. Pfarrer Schade ging von den Kindern in die Hocke, legte jedem Kind die Hände auf und sprach jedem einen ganz persönlich formulierten Segen zu, bevor er sich den Erwachsenen zuwendete und die Kommunion austeilte.

Ein besonderes Erlebnis war auch das gemeinsame Vaterunser. Pfarrer Schade, die Messdiener, die Sternsingerkinder und Christine Gerth standen um den Altar und reichten sich die Hände. Anschließend erläuterte Pfarrer Schade den Friedensgruß, der im Anschluss gemeinsam mit den kleinen Königen vom Altar aus in die Gemeinde getragen wurde.

Am Ende des Gottesdienstes wurde dann das Ergebnis der Sternsingeraktion 2020 bekannt gegeben. Die Sinner Teams hatten in Sinn, Edingen, Fleisbach, Greifenstein und Merkenbach fast 4.000,00 € gesammelt. Insgesamt sammelten die Sternsinger, die zu St. Petrus in Herborn gezählt werden mehr als 20.000,00 € für den guten Zweck. Wir danken auf diesem Weg  nochmals allen, die diese Aktion unterstützt haben!


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